Armenien per Rad - Tagebuch einer Radreise

© Christian Hartmann, Jörg Feye,  ✉ 

nahe Tsilkar - nahe Agarat, 86 km, 592 Hm

Imker und Klöster im Tal des Kasakh Kloster Hovhanavank

Die belebte Straße führt durch eine grüne Landschaft bergab. Rechts erhebt sich der schneebedeckte Aragaz. Vor den einfachen Häusern ist der Dung der Tiere wie Feuerholz aufgestapelt - und erfüllt die gleiche Funktion. Wiesen mit vielen weißen, gelben und lila Blumen prägen die Landschaft. Entsprechend viele Bienenstöcke sind entlang der Straße aufgestellt. Ackerbau und Viehzucht werden in recht kleinen Maßstab betrieben. Die an sich schöne Landschaft wird durch Hochspannungsleitungen und verfallende Industrieanlagen verunziert. In Armenien verlaufen häufig mehrere Hochspannungsleitungen parallel - hier sind es Drei. Über das Warum können wir nur spekulieren. Wir glauben, man hat einfach eine neue Leitung neben der bestehenden gebaut, als der Strombedarf stieg. Dafür spricht, dass die Masten der parallelen Leitungen meist unterschiedlichen Typs sind.

Die Klöster Saghmosavank und Hovhanavank liegen oberhalb der Schlucht des Flusses Kasakh. Dieser hat sich gut 100 m tief in die Hochebene eingegraben. Beide Gotteshäuser stehen am Rand eines Dorfes und werden augenscheinlich noch regelmäßig genutzt. Am Kloster Saghmosavank picknicken mehrere Familien im Schatten einiger Bäume. In und zwischen den Dörfern wachsen sehr viele Kirschbäume, die voller roter, reifer Früchte hängen.

Von Astrak aus wenden wir uns nach Westen. Die Südseite des Aragaz ist geprägt von trockenem, gelben Gras. Es werden Kirschen, Aprikosen und Wein angebaut. Südlich von Agarak schlagen wir unser Zelt auf einer Wiese auf. Der Ararat ist nur noch 70 km entfernt. Durch Dunst und Wolken können wir schemenhaft seine Kontur erkennen.

Blumenwiesen östlich des Aragaz   Portal des Klosters Hovhanavank  Heulaster bei Byurakan  Unser Zeltplatz nahe Byurakan

nahe Agarat - Etschmiadsin, 62 km, 924 Hm

Die Astronomen vom Aragaz

Das Radio-Optical Telescope (ROT-54) bei Orgov

In Byurakan weckt das große Hotel am Ortseingang unsere Neugierde. Georg, der als Kind eines Soldaten in einen DDR Kindergarten gegangen ist, führt uns durch “sein” Haus. Dies verfügt über großzügige Sportanlagen, aber auch einen Billardraum, eine Karaoke-Bar, eine Bar im Saloon-Still, in der wir mit dem Luftgewehr auf Flaschen schießen und - der absolute Knaller - ein Planetarium. Wir sind fasziniert und verwirrt zugleich. Vieles macht den Eindruck, als wäre dieses Hotel für den sportlichen und wissenschaftlichen Nachwuchs des Landes erbaut worden. Derzeit scheint Georg ausreichend Zeit für seine vielen Rosen zu haben.

Das Byurakan-Observatorium liegt keinen halben Kilometer östlich des Hotels. 1946 gegründet war es eines der Zentren für Astronomie in der Sowjetunion. Zu den besten Zeiten forschten hier 400 Menschen, heute sind es nur noch 100. Ruben arbeitet seit 40 Jahren als Wissenschaftler an der Sternwarte. Für 6 € führt er uns über das Gelände. Das Hauptinstrument ist ein 2,6 m Cassegrain-Teleskop. Daneben gibt es ein 1 m und ein 0,5 m Schmidt-Teleskop. Auf dem weitläufigen, parkartigen Gelände spielen, wie selbstverständlich, die Kinder des Dorfes.

Das Dorf Byurakan zieht sich noch fast 3 Kilometer den Berg hinauf. Dann wenden wir uns nach Westen, durchqueren die Schlucht des Orgoy und den gleichnamigen Ort. Dort befindet sich das Radio-Optical Telescope (ROT-54). Das Radioteleskop ist, augenscheinlich nicht mehr in Betrieb. Dafür können wir völlig ungestört die 54 m durchmessende Schüssel erkunden. Schon recht beeindruckend. Auf dem gegenüberliegenden Berg können wir schon das Kloster Tegher erkennen.

Kloster Tegher

Der Weg zum Kloster führt durch ausgedörrtes Grasland, das mit vielen großen Steinen durchsetzt ist, bergab und auf der anderen Talseite bergauf. So haben wir nach gerade mal 20 Kilometern schon 800 Höhenmeter auf der Uhr. Am Gotteshaus haben sich viele Gläubige versammelt. Sie picknicken im Schatten der Bäume und im eigens dafür eingerichteten Unterstand mit Bänken und Tischen. Auch einen Brunnen gibt es. Dies zeigt recht schön die enge und gleichzeitig entspannte Verbundenheit der Menschen zu ihren Klöstern.

Die Abfahrt führt durch kleine Dörfer, wo im Schatten um den Brunnen die Männer sitzen. Je tiefer wir kommen, desto heißer wird es. Zwischen Voskevaz und Oshakan werden Kirschen, Aprikosen und Erdbeeren an der Straße angeboten. Die Bäume sind quasi in Sichtweite und auch die Eimer der Bauern trennen kaum einen Steinwurf voneinander. Wir wollen eigentlich nur eine Handvoll Kirschen kaufen, aber die alte Frau lädt uns fast ein Kilo ein - für gerade mal 1 €. Bei Oshakan überspannt eine Steinbogenbrücke einen Bach. Dieser wird zum Waschen des Autos und des Teppichs ebenso genutzt, wie zum Tränken der Kühe und als Planschbecken für die Kinder.

Bis Etschmiadsin bestimmen Getreidefelder in einer weiten Ebene das Bild. Die ungeregelte Müllentsorgung beschert uns, bei fast 40 °C, gelegentlich eine olfaktorische Keule. Etschmiadsin eilt der Ruf seiner Kathedrale voraus, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wir kreuzen bald eine halbe Stunde durch die Straßen ohne den kleinsten Hinweis auf eine Unterkunft. Unsere Geduld ist schon fast aufgebraucht, als wir einen Taxifahrer treffen der die Adresse, die wir haben, doch kennt. Die Kathedrale ist groß und aufwändig verziert, die Luft erfüllt von Weihrauch und dem Duft der Kerzen. Etschmiadsin mag kulturel bedeutend sein, uns kann es nicht überzeugen. Daran ändern auch die Maulbeeren nichts, die wir mitten den der Stadt pflücken können.

Teleskop im Byurakan-Observatorium  Steinbogenbrücken im Oshakan  In der Kathedrale von Etschmiadsin  In der Kathedrale von Etschmiadsin

Etschmiadsin - Kloster Khor Virap, 68 km, 138 Hm

Das ist die Höhe - der Ararat ragt 4300 m vor uns auf

Voll belanener Moskwitsch

Der Weg von Etschmiadsin Richtung türkischer Grenze ist gesäumt von Getreidefeldern. Der Ararat ist mittlerweile gut zu erkennen, aber weiterhin in Dunst gehüllt. Iğdir - unser Startpunkt - ist kaum noch 30 Kilometer entfernt - und doch schier unerreichbar, denn die Grenzen zwischen der Türkei und Armenien ist geschlossen. Der Weg entlang der Grenze ist gesäumt von Gewächshäusern. Es werden vor allem Gurken, Tomaten, Paprika und Kohl angebaut. Die Straße selber ist recht schlecht und streckenweise nur geschottert. Obwohl der Fluss Aras die Grenze markiert, ist diese zusätzlich durch einen doppelten Zaun und Wachtürme gesichert. Zu unserer Linken verlaufen rostige Bahngleise, auf den Masten der Oberleitungen niesten zahlreiche Störche. So mancher alte Moskwitsch ist auf dem Dach - und wenn das nicht reicht, auch auf dem Kofferraum - vollbeladen mit Obstkisten.

Neben Lada und Moskwitsch fahren viele deutsche und japanische Gebrauchtwagen rum. Mercedes C und E-Klasse, BMW 3er, Opel Astra, Vectra und Corsa, VW Golf, Mitsubishi, Nissan und Hyundai sehen wir - in dieser Reihenfolge - am Häufigsten. Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe von Autos. Denn wer Geld hat, zeigt dies augenscheinlich gerne mit einem Luxusauto. Am Beliebtesten sind die großen Geländewagen wie Lexus RX, Toyota Land Cruiser, BMW X5 und Porsche Cayenne. Das ist schon manchmal absurd, wenn erst ein Lada an uns vorbei knattert und dann das blubbern eines Cayenne ertönt.

Parallel zur “Autobahn” geht es Richtung Osten. Ein Dorf reiht sich an das Nächste. In Gärten und Gewächshäusern wird Obst und Gemüse für den Hausgebrauch angebaut. Die vielen Autowerkstätten haben alle gut zu tun. Mittlerweile ist es wieder fast 40°C heiß.

Am Kloster Khor Virap sind kaum Besucher. Das schlichte Gotteshaus ist auf einem Hügel in der weiten Ebene erbaut und von einer wehrhaften Mauer umgeben. Es liegt kaum 100 m vom Grenzzaun entfernt. Rundum werden Getreide und Wein angebaut. Nördlich des Klosters erstreckt sich ein großer Friedhof. Im Süden erhebt sich der 5137 m hohe Ararat über die 800 m hohe Ebene. Sprich der Berg ragt stolze 4300 m vor uns auf - leider liegt das so weit außerhalb unseres Erfahrungsbereiches, dass wir schlicht keinen Maßstab dafür haben. In der kleinen Kapelle führen zwei Leitern in winzige, tief in den Felsen gehauene Gebetsräume. Im Turm der Hauptkirche nisten etliche Schwalben.

Wir bauen unser Zelt einen guten Kilometer östlich des Klosters in einem Aprikosenhain auf. Nachts kommt noch der Bauer mit einer Taschenlampe vorbei, der interessiert sich aber nur für die Bewässerungskanäle.

Golf und Lada auf dem Basar in Artashat  Kapelle im Kloster Khor Virap

Kloster Khor Virap - Kloster Geghard, 79 km, 1416 Hm

Eine von Vulkanen gestaltete Landschaft

Kloster Khor Virap mit dem Berg Ararat im Hintergrund

Wir stehen um halb sechs auf und werden mit einem herrlichen Blick auf das Kloster mit dem Ararat im Hintergrund belohnt. Der Berg ist nicht in Dunst gehüllt und wird vom warmen Morgenlicht perfekt beleuchtet.

Dann geht es einige Kilometer auf demselben Weg, den wir gestern gekommen sind, zurück, bevor wir zum Azat Stausee abbiegen. Die asphaltierte Straße führt durch Weingärten, Obstplantagen und einige Getreidefelder. Uns kommen 3 recht betagte Mähdrescher entgegen. Vorm Stausee geht es in sehr holprigen Serpentinen bergab. Die Landschaft ist hügelig, das Gelb der verdorrten Wiesen bestimmt das Bild. In einiger Entfernung leuchten im Nordosten nackte Hügel in Rot- und Gelbtönen. Am Ende des Sees bietet sich uns noch einmal ein wunderschöner Blick, über das Wasser auf den Ararat.

Der Tempel von Garni ist im hellenistischen Stil erbaut und thront über der Azat Schlucht. Erstmals müssen wir Eintritt bezahlen - 2 € pro Nase. Vor dem Tempel stehen mehrere Reisebusse, Souvenirverkäufer haben ihre Stände aufgebaut. Na ja, unser Favorit ist es nicht.

Auf einem 23% steilen, mit Kopfsteinen gepflasterten Weg rumpeln wir in die Schlucht. Dort prägen riesige sechseckige Basaltsäulen das Bild. Es ist langsam erkaltete basaltische Lava. Einige Säulen sind abgebrochen, sodass sich Überhänge gebildet haben. Die Höchsten sollen 300 m hoch sein. Vor allem aber sind sie alle perfekt sechseckig und alle nahezu gleich groß. Sehr beeindruckend - dafür quälen wir uns gerne den brutal steilen Weg bei fast 40°C wieder hoch.

Zum Kloster Geghard geht es weiter den Berg rauf. Das große Ensemble schmiegt sich am Ende der Azat Schlucht an den nördlichen Berghang. Etliche Mönchszellen und zwei der Kirchen sind in den Felsen gehauen. An den Felsenkirchen wurde 40 Jahre gearbeitet. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist ein echter Touristen-Magnet. So viele Reisegruppen haben wir bisher noch nie gesehen. Es ist aber noch immer einigermaßen übersichtlich und entspannt. An die Maßgabe, Klöster nicht in kurzen Hosen oder Röcken zu betreten, hält sich hier kaum jemand.

Rund 4 Kilometer unterhalb des Klosters nehmen wir uns ein Zimmer. Wie so häufig sind wir die einzigen Gäste.

Weinlese beim Kloster Khor Virap  Am Nordende des Azat Sees  Blick in die Azat Schlucht  Basaltsäulen in der Azat Schlucht

Kloster Geghard - Yerevan, 45 km, 473 Hm

Eine tolle Tour geht zu Ende

Kloster Geghard

Morgens genießen wir noch mal die Atmosphäre des Klosters. Von 9 bis 10 Uhr sind wir nahezu die einzigen Besucher. Erst des Mittags rollen wir durch eine ausgedörrte Landschaft, den Berg herunter nach Yerevan. Die letzten Kilometer fahren wir auf 2 und 3-spurigen Hauptstraßen. Da sich der Verkehr in Grenzen hält, kommt kein Stress auf. Das Theater Hostel liegt im ersten Stock eines Wohnblocks, am Südrand der Innenstadt, in einer belebten Straße. In den Läden im Erdgeschoss werden vor allem Mode und Smartphones angeboten. Die Gehwege sind bis in den Abend voller Menschen.

Nach rund 2000 Kilometern und 27000 Höhenmetern endet hier unsere Radreise durch Armenien. Schöns war's, sehr schön.

 - Die Menschen sind sehr angenehm, das Reisen ist sicher und recht einfach.

 - Die Straßen sind meist ruhig, asphaltiert und in recht gutem Zustand.

 - Mit der Kreditkarte bekommt man an vielen Geldautomaten Bares.

 - Die Versorgung mit Lebensmitteln ist sehr einfach - und günstig.

 - Zelten ist völlig problemlos, auch jeden Abend in einem Bett zu schlafen halten wir durchaus für möglich.

 - Das Wetter ist stabiel warm und trocken. Es war unsere erste Tour ohne richtigen Regentag, meist war es über 30 °C warm.

 - Armenien ist bergig und mit Englisch kommt man nicht weit - das ist nicht Jedermans Sache, uns hat auch das gefallen.

Felsenkirche im Kloster Geghard  Felsenkirche im Kloster Geghard  Kreuzsteine im Kloster Geghard

Yerevan

Von alten Büchern und “singenden Fontänen”

Das Genozid Denkmal und Museum liegen auf einem Hügel über der Stadt. Auf vielen Autos in ganz Armenien ist uns der Aufkleber einer violetten Lilie aufgefallen. Auch an den Schaufenstern vieler Geschäfte klebt dieses Symbol für das 100. Jubiläum des Völkermordes. In vielen Städten wird auch auf Plakaten an das traumatische Ereignis 1915, beim Übergang des Osmanischen Reiches zum Nationalstaat Türkei, gedacht. Uns war vor unserer Reise nicht bewusst, wie tief sich dieses Ereignis ins kollektive Bewusstsein eingebrannt hat, bei dem, je nach Quelle, zwischen 300.000 und 1,5 Millionen Armenier umgebracht wurden.

Die “singenden Fontänen” auf dem Platz der Republik in Yerevan

Wie ganz Armenien, ist auch die Hauptstadt geprägt von Hügeln und einer tiefen Schlucht. Wir erkunden den Nordwesten der Stadt und fahren mit der U-Bahn vom Barekamutiun Platz zum Präsidentenpalast. Die Tunnel der Straßenunterführungen sind über und über voll mit kleinen Läden. Die U-Bahn fährt tief unter der Stadt, die lange Rolltreppe bring uns bestimmt 50 m unter die Erde.

Unser nächstes Ziel sind die “Kaskaden” nördlich der Oper. Das enorme Gebäude aus weißem Stein klettert in 5 Terrassen den Berg hinauf. Auf den Plattformen und in den Hallen sind zahlreiche Skulpturen ausgestellt. An der obersten Ebene wird noch gearbeitet - dem Vernehmen nach, schon seit Jahren. Auch sollte man nicht Links oder Rechts schauen, dort ist nämlich nichts gemacht.

Eindeutiger Höhepunkt des Tages ist der Besuch des Matenadaran. In den 5 Räumen des Museums sind bis zu 1000 Jahre alte, armenische Handschriften ausgestellt. Die meist religiösen Bücher wurden von den Mönchen in jahrelanger Arbeit geschrieben. Viele waren regelrechte Künstler - die detailreichen Bilder sind wunderschön. Aber auch früheste Bücher über Naturwissenschaften, Medizin, Kräuterkunde, Mathematik und Grammatik sind ausgestellt. Viele haben aufwändige Einbände aus Leder und Verschlüsse aus Metall.

Yerevans Innenstadt ist modern und mondän. In der Prachtstraße zwischen Oper und Platz der Republik reihen sich schicke Cafés, teure Hotels und edle Markenläden aneinander. Schick gekleidete Menschen, mit modernen Smartphones am Ohr, bevölkern die Cafés. In den Nebenstraßen und etwas abseits des Zentrums erinnert Yerevan schon mehr an das Armenien, das wir die letzten Wochen kennengelernt haben. Große Wohnblöcke und kleine Läden bestimmen dort das Bild. Am späten Nachmittag verwandelt ein kräftiges Gewitter die Straßen in eine Seenlandschaft. Wir warten den Spuk, zusammen mit vielen Einheimischen, im Eingang eines Ladens ab.

Ab 21 Uhr findet auf dem Platz der Republik ein besonderes Schauspiel statt. Im Brunnen vor dem Museum führen bunt beleuchtete Fontänen, untermalt von Musik, ein “Ballett” auf. Wie lange das Schauspiel der “singenden Fontänen” geht, können wir nicht sagen - mindestens bis halb elf.

Großer Wohnblock in Yereven  Genozid Denkmal in Yereven  Skulpturen auf den “Kaskaden” in Yereven  Die “singenden Fontänen” in Yereven