Griechenland per Rad - Tagebuch einer Radreise

© Christian Hartmann, Jörg Feye,  ✉ 

Willkommen! Καλωσορισμα!

Neben den zahlreichen kulturellen Schätzen hat Griechenland viele landschaftliche Reichtümer zu bieten. Im Spätsommer 2008 haben wir einen Teil davon mit dem Rad erkundet. Von Athen ging es nach Delphi und dann gegen den Uhrzeigersinn um den Peloponnes. Wie im griechischen Drama üblich war von allem was dabei. Zahlreiche kulturelle und landschaftliche Höhepunkte, eine Irrfahrt, meteorologische und sprachliche Unwägbarkeiten und zahlreiche kleine Abenteuer.

Karlsruhe - Athen, Flugzeug

Mit dem Rad in Athens Metro - gewusst wie.

Mitte September ist es in Deutschland kalt und regnerisch. Als wir am Samstagabend um 22 Uhr in Athen landen ist es noch fast 30 °C warm. Mit dem Vorortzug geht es Richtung Innenstadt (in der Metro 3 sind keine Fahrräder zugelassen!). In Neratziotissa, der Endstation des Zuges, steigen wir in die Metro 1 Richtung Piräus um. Doch ein Schaffner winkt uns aus dem Zug. Kurz befürchten wir, mit unseren Rädern nicht mitfahren zu dürfen. Wir werden aber nur ans Ende des letzten Wagens dirigiert, denn dort dürfen wir mit unseren Fahrrädern stehen.

Gegen Mitternacht steigen an der Station Monastiraki, im Herzen Athens, aus und stehen voll im griechischen Nachtleben. Die Stadt pulsiert. Unser erster Blick fällt auf die hell erleuchtete Akropolis. Sie ist der idealer Orientierungspunkt. Durch die Marmor gepflasterten Altstadtgassen geht es mal schiebend mal fahrend zum Hotel Marble House. Durch ein enges Treppenhaus müssen wir unsere Sachen in den dritten Stock tragen. Bis wir alles oben haben sind wir endgültig klatschnass geschwitzt. Nach einer Dusche fallen wir müde ins Bett.

Athen, zu Fuß

Auf den Spuren des antiken Griechenlands

Die Sonne scheint von einem tadellos blauem Himmel. Schon des Vormittags klettert das Thermometer auf 33 °C.

Wir beginnen unseren Stadtrundgang auf dem 115 Meter hohen Felsen Areopag. Der Felsen unterhalb der Akropolis besteht aus reinem Marmor, einem Material das in Athen überaus häufig anzutreffen ist. Von oben hat man einen tollen Überblick über die Agora und Plaka.

Die Agora (griechisch: Marktplatz) war in der griechischen Antike ein Versammlungsplatz. Auf dem parkartigen Gelände unterhalb der Akropolis stehen mehrere antike Tempel und Versammlungshäuser. Im Gegensatz zur Akropolis, wo sich die Besucher stapeln, ist hier kaum was los.

Im Altstadtviertel Plaka erkunden wir das Labyrinth der Gassen, die einen großen bunten Markt beherbergen. Verkauft wird so ziemlich alles, von Kleidung über CD's, Töpfe, “Antikes” bis Klempnerbedarf.

In den steilen Gassen unterhalb der Akropolis mangelt es wahrlich nicht an Restaurants. Die Speisekarten sind auf kleinen “Notenständern” ausgestellt. Nicht selten werben die Besitzer aktiv um Kunden. Bei der Hitze ist ein griechischer Salat mit Brot genau das Richtige.

Am späten Nachmittag besuchen wir die Akropolis. Mittlerweile sind die Besucherströme abgeebbt. Das Wahrzeichen Athens wird seit über 30 Jahren renoviert und ein Ende ist nicht in Sicht. Mit ein wenig Phantasie kann man sich die Pracht des Parthenon aber vorstellen.

Nach Einbruch der Dunkelheit klettern wir noch mal auf den Areopag, auf dem noch etliche junge Leute sitzen und den Blick über die Stadt und auf die Akropolis genießen.

   

Athen - Agia Anna, 51 km, 1000 Hm

Ab ins Hinterland - Englisch ade

Der Tag beginnt sonnig und sehr warm. Wir stürzen uns in das Gewühl des Athener Verkehrs. Die Straßen sind voll und es riecht nach Abgasen - aber wir fühlen uns erstaunlich sicher und rollen zügig zum Busterminal B. Die Fahrt über die Autobahn nach Thiva (am Ort des antiken Theben) führt durch wenig berauschende Landschaft. Aber schon interessant, dass mal eben auf einem Autobahnparkplatz angehalten wird, um Leute einsteigen zu lassen.

In Thiva kommen wir schon beim Ausladen der Räder ins Schwitzen. Unser erster Weg führt zur Tankstelle. Interessiert beobachtet der Tankwart, wie wir vorsichtig 0,6 Liter für unseren Benzinkocher abfüllen. Die 78 Cent will er nicht haben.

Die ersten Kilometer bestimmen Baumwoll- und (abgeerntete) Getreidefelder das Bild. Ab Lefkta werden diese erst von Olivenhainen, später von einer Ginster- und Felsenlandschaft abgelöst. Mit jedem Kilometer wird die Landschaft attraktiver und der Verkehr weniger. Zwei wilde Hunde starten eine (Schein-)Attacke auf uns. In Elopia legen wir einen Stopp im Kaffeehaus ein. Mehr schlecht als recht bestellen wir auf griechisch zwei Eiskaffee.

Im Westen ziehen nach und nach Wolken auf. Hinter Domvrena beginnt die erste Kletterpartie. Auf 13 Kilometern sind rund 600 Höhenmeter zu überwinden. Die Landschaft wird immer schöner - schade, dass das Bild immer wieder durch wilde Müllkippen getrübt wird. Den Blick über den Golf von Korinth können wir nicht wirklich genießen, da erst kurze, mit der Zeit immer heftigere Schauer runter gehen. Die letzten Kilometer sind dann schon richtig feucht.

Als wir am späten Nachmittag das kleine Bergdorf Ana Agia erreichen hat es merklich abgekühlt. Mit Händen und Füßen und unserem Wörterbuch begeben wir uns auf die Suche nach einem Bett für die Nacht. Erste Anlaufstelle ist eine Taverne. Die alten Männer scheinen aber nicht wirklich zu verstehen was wir wollen. Ein älteres Ehepaar schreibt uns dann einen Namen und eine Telefonnummer auf. Ihre Wegbeschreibung verstehen wir aber nur bedingt. Einen Hirten und eine Taverne später sind wir sicher, dass es eine Herberge gibt. Zeit sich in der Taverne aufzuwärmen. Mittlerweile regnet es Bindfäden. In einer Regenpause steuern wir das Haus an, das wir als Herberge ausgemacht haben. Juchu, es klappt! Wir haben ein Bett für die Nacht.

   

Agia Anna - Delphi, 65 km, 1100 Hm

Zum Orakel vom Delphi

Der Regen hat sich verzogen und der Himmel ist wieder makellos blau. Die ersten 3 Kilometer sind flach, dann geht es für 8 Kilometer bergauf. Es ist absolut ruhig. Einige wenige Vögel und hier und da eine Ziegenglocke - mehr ist nicht zu hören. In der ersten Stunde zählen wir 5 Autos. Die Landschaft ist einsam und karg - erste Sahne. Oben gibt es einen Grillplatz mit Klo, auf dem man sicher gut zelten kann. Auf der Abfahrt lassen wir Vorsicht walten, zu groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich unvermittelt ein Schlagloch vor uns auftut.

Burg von Predjama

In Kiriaki bildet eine handvoll Stände einen kleinen Markt. Es geht steil bergab, die Kilometer fliegen vorbei. Bald öffnet sich vor uns ein Tal mit Olivenhainen.

Der kleine Ort Stiri wirkt etwas verschlafen. Wir rasten am Brunnen unter einem Baum. Eine handvoll Autos fahren zum Kloster Osios Loukas. Ansonsten regt sich nicht viel in Stiri. Distomo wirkt nach all der Ruhe laut und stickig. Hier gibt es etliche Cafés.

Auf der Hautstraße 48 geht es moderat den Berg hinauf. Der breite Seitenstreifen ist wie für uns gemacht. Die wenigen Parkplätze sind leider zu Müllhalden entartet. In Zenema bieten die Bäume rund um eine Kapelle ein schattiges Plätzchen für unsere Mittagspause.

Auf der Abfahrt nach Delphi bremst Gegenwind uns auf maximal 50 km/h ab. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Tagesziel. Das Orakel von Delphi genoss im antiken Griechenland höchste Anerkennung. Die Stadtstaaten überboten sich mit Geschenken an das Orakel. So spiegelten die vielen imposanten Tempel die Rivalitäten jener Zeit wieder. Wir begeben uns zu Fuß auf Entdeckungstour zum Tempel der Athena. Von Touristenmassen keine Spur. Der Rundtempel Tholos gilt zu recht als einer der Höhepunkte der Anlage. Spektakulär ist aber vor allem die Lage Delphis an einem steilen Berghang rund 700 m über dem Golf von Korinth. Für die Besichtigung des oberen Teils des Heiligtums werden 9 ? Eintritt fällig. Höhepunkte sind der Tempel des Apollon , das Theater und das Station. Das Theater hat keine Kulisse, denn der Blick ins Tal ist durch nichts zu überbieten.

Der Boden auf dem Campingplatz Apollon ist steinhart. Der Blick über den Golf von Korinth ist genial. Wir nutzen die Gelegenheit uns im Pool zu erfrischen.

Wissenswertes: Das Orakel war eine Frau, die Pythia. Ihre Weissagungen machte sie unter dem Einfluss berauschender Dämpfe. Diese waren so nebulös, dass sie vom Oberpriestern des Apollon interpretiert werden mussten.

       

Delphi - Mornos-Stausee, 93 km, 1100 Hm

Nero parakalo - Bitte Wasser

Wir beginnen Tag mit einem Besuch im archäologischen Museum von Delphi. Dies ist reich an Skulpturen, Friesen und anderen Kunstgegenständen. Die Skulpturen sind außerordentlich plastisch. Die reich geschmückten Tempel müssen ähnlich gewirkt haben wie heutige üppig verzierte Kirchen.

Auf dem Weg nach Amfissa nieselt es leicht. In Serpentinen geht es von 550 auf 100 Meter runter. Am zentralen Platz herrscht kein Mangel an Cafés. Ein guter Ort für die Mittagspause.

Des Nachmittags wird es noch richtig sonnig. Am Krankenhaus vorbei geht es den Berg rauf Richtung Agia Efthymia / Vounichora. Die Ausschilderung ist etwas verwirrend, so biegen wir fälschlicherweise auf die kleine Nebenstraße nach Agia Georgins ab. Es dauert etwas, bis uns der Fehler auffällt. Der Anstieg nach Agia Efthymia ist an sich gut zu fahren, der Gegenwind drückt allerdings recht heftig. Zwischen Agia Efthymia und Vounichora wird die Straße ausgebaut. Da fast keine Autos zu sehen sind, fragen wir uns warum hier die Straße derart verbreitert wird. Oben, auf fast 900 Metern, wird es dann richtig schön. Der Blick über den Golf von Korinth ist klasse. Auf der Abfahrt scheint uns der Wind zurück schieben zu wollen. Unten läuft uns, im wahrsten Sinne das Wortes, eine Herde Ziegen über den Weg.

Weiter geht es Richtung Lidoriki. Das Gelb ausgedörrter, steiniger Wiesen wechselt ab mit dem Grün der Büsche und niedrigen Bäume. Im Hintergrund ragen graue Berge auf, die unten einen grünen Saum aufweisen. Drei Hunde hetzen hinter uns her und testen unsere Sprinterqualitäten - aber auch dieses mal sind wir schnell genug. In Pentapolis füllen wir noch mal Wasser auf. Die drei Worte “Nero parakalo” für “Bitte Wasser” und “Efkaristo” für “Danke” - haben sich als äußerst nützlich erwiesen.

Der Mornos-Stausee ist fast trocken. Schafe weiden darin. Die ersten Kilometer sind landschaftlich enttäuschend. Viel grauer Beton. Nach einiger Zeit wird es dann wieder schöner. Mittlerweile sitzt uns die Zeit im Nacken. Es will einfach keine geeignete Stelle für ein Nachtlager auftauchen. Mal geht es links hoch und rechts runter. Dann stehen Schafe in der Gegend oder auch Rinder auf oder neben der Straße. Es ist schon nach sieben, als wir endlich einen Platz mit Tisch, Quelle und etwas Gras nahe einer Kapelle finden.

     

Mornos-Stausee - Rio-Andirrio-Brücke, 63 km, 700 Hm

Das grüne Mornos-Tal

Die Strecke den Stausee entlang, vor allem aber durchs Mornos-Tal ist einsame Spitze. Die Berghänge sind dicht mit Ahornbäumen bewaldet - wir fühlen uns an Kanada erinnert. Autos sind fast keine unterwegs. Gelegenheiten ein Zelt aufzustellen kommen erst nach rund 18 Kilometern wieder in Sicht. Die Sonne scheint, noch ist es aber nicht übermäßig warm.

Steile Abfahrt von Zlobir nach Hreljin

Bei der Brücke über den Mornos liegt ein kleines Café. Gelegenheit für eine Pause und einen griechischen Kaffee. Außer uns sind nur noch drei alte Männer dort. In der halben Stunde, die wir vorm Café in der Sonne sitzen, kommt kein einziges Auto vorbei.

Bisher ging es, mit einigen Wellen, tendenziell bergab. Nach dem Café an der Brücke geht es für rund 5 Kilometer den Berg hoch. Oben angekommen haben wir einen tollen Blick auf den Golf von Korinth und die im August 2004 eröffnete Rio-Andirrio-Brücke zwischen dem griechischen Festland und dem Peloponnes.

Bergab bläst uns ein ziemlicher Wind ins Gesicht. Die Landschaft ändert sich völlig, ist jetzt wieder öd und trocken, mit Zypressen durchsetzt. Je näher wir uns der Zivilisation nähern, desto mehr Müll liegt neben der Straße. Der Verkehr nimmt stetig zu und ist in der Hafenstadt Nafpaktos schon recht nervig. Wir schlagen uns zur Uferpromenade durch, wo gerade die Straße aufgerissen wird. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Saison vorbei ist. Die 2.883 Meter lange Rio-Andirrio-Brücke kann man von hier aus schon gut sehen.

Einige Kilometer können wir noch in Ufernähe zurücklegen. Die letzten Kilometer das Tages müssen wir auf der viel befahrenen E65 radeln.

Der in mehreren Reiseführern hoch gelobte Dounis Beach Campingplatz hat seine besten Zeiten wohl schon hinter sich. An den 60ger-Jahre-Bauten hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen. Aber es ist sauber und vom (Kies)Strand, hat man direkten Blick auf die nur noch rund einem Kilometer entfernte Rio-Andirrio-Brücke. Als es dunkel wird ist die hell erleuchtete Brücke ein echter Hingucker.

     

Rio-Andirrio-Brücke - Kalavryta, 103 km, 1700 Hm

Verloren in Patras Verkehr

Auf einem abgetrennten Fuß- und Radweg können wir die Rio-Andirrio-Brücke kostenfrei und abseits des Autoverkehrs überqueren. Unsere Begeisterung wird etwas gedämpft, als wir das andere Ende der Brücke erreichen. Hier endet der Radweg an einer Tür in der Lärmschutzwand und dahinter erblicken wir eine Metalltreppe. Die voll beladenen Räder die gut vier Stockwerke hohe Treppe hinunter zu trage ist kein besonderer Spaß.

Mit einigem Suchen und Probieren schaffen wir es die Autobahn bis an den Rand von Patras zu vermeiden. Dann geht das Gewusel los. Es ist laut und stickig. Den Weg in die Innenstadt finden wir aber recht problemlos.

Patras, die mit 167.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Griechenlands, war 2006 Kulturhauptstadt Europas. Uns sagt Patras gar nicht zu. Es scheint einfach nur viel Verkehr zu geben und rein gar nichts was zum Verweilen lohnen würde. Die Navigation aus Patras heraus entwickelt sich zur Nervenprobe. Anfangs sind wir noch zuversichtlich mit Hilfe unserer Karte und den spärlichen Wegweisern auf dem richtigen Weg zu sein. Mit der Zeit können wir Karte, Wegweiser und Örtlichkeit aber immer weniger in Einklang bringen. Am Ende raten wir mehr als das wir noch wirklich wüssten wo es lang gehen soll. Als wir des Mittags den Ort Ovria erreichen sind wir leicht genervt und mein Schädel brummt wie ein Bienenschwarm. Hungrig steuern wir den ersten Imbiss an den wir sehen.

Es geht noch einige Kilometer an der breiten Straße entlang, die ansehnlich mit Müll gesäumt ist. Auch nach dem Abzweig Richtung Kalavryta dauert es noch eine Weile bis der Müll verschwindet und der Verkehr weniger wird. Es geht durch kleine Orte, nur noch wenige Autos sind auf der Straße. Die karge Berglandschaft ist wunderschön. Haben wir des Vormittags und Mittags bei hohen Temperaturen noch geschwitzt, kühlt es jetzt auf 21 °C ab. In Kalavryta bekommen wir im Hotel Maria ein geräumiges, sauberes Zimmer mit 4 Betten, das voll und ganz in Rosa gehalten ist.

Der keine Urlaubsort Kalavryta liegt auf 750 m Höhe im fruchtbaren Hochtal des Flusses Vouraikos. Westlich flankiert vom Gebirgsmassiv des Erymanthos, östlich dominiert vom Gebirgsmassiv des Aroania. Traurige Berühmtheit erlangte Kalavryta aufgrund eines Massakers deutscher Soldaten am 13. Dezember 1943.

Unsere Planung für den Samstag ist hinfällig, als wir erfahren, dass die Zahnradbahn in die Vouraikos Schlucht derzeit nicht fährt, da die Strecke derzeit renoviert wird. Wir hatten uns schon auf die Schlucht und das Kloster Mega Spileo gefreut.

Kalavryta, Spileo Limnon, Kloster Agia Lavra

Unterirdische Versuche das Beste aus einem Regentag zu machen

Es ist kalt und nass, die Sicht ist schlecht. Wir entscheiden mit dem Taxi nach Spileo Limnon, Höhle der Seen, zu fahren. Es geht über einen 1260 m hohen Pass und auf der anderen Seite wieder runter.

Die Höhle ist okay, aber nicht so interessant, wie sie im Reiseführer dargestellt wird. Sie ist das unterirdische Bett eines Flusses, an den dreizehn terrassenförmig übereinander angeordnete Seen angeschlossen sind, die der Höhle ihren Namen gaben. Darüber hinaus sind die Wände und Decken der Höhle mit Stalaktiten geschmückt. Im Sommer trocknen die Seen aus und legen ein seltsames Gewirr von Wänden frei.

Auf dem Weg zurück hört es allmählich auf zu regnen. Wir gehen zum Kloster Agia Lavra und stehen vor verschlossenen Toren. Auf einem kleinen Schild lesen wir, dass die Anlage am Wochenende nur in der Zeit von 16:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet ist.

In Kalavryta selbst gibt es nicht all zu viel zu tun. Wir bummeln über den Straßenmarkt, auf dem vor allem Kleidung, Haushaltswaren und Spielwaren angeboten werden.