Griechenland per Rad - Tagebuch einer Radreise

© Christian Hartmann, Jörg Feye,  ✉ 

Kalavryta - Olympia, 105 km, 1100 Hm

Wir fahren den Wolken davon

Des Morgens ist es mit 12 °C zwar noch sehr frisch, aber die Straßen sind trocken und die (grauen) Wolken hängen hoch. Die ersten Kilometer geht es durch das landwirtschaftlich geprägte Vouraikos Tal Richtung Süden. Nach vierzehn mehr oder weniger ebenen Kilometern steigt die Straße deutlich an und die Landschaft wird wieder karger. Nach zehn weiteren Kilometern haben wir den Pass auf rund 1200 m Höhe erreicht. Es bietet sich ein beeindruckender Blick auf die bizarre Berglandschaft. Auf der steilen Abfahrt wird es sehr frisch und wir sind froh uns in Aroania an einem Kaffee aufwärmen zu können. In dem großen Ahornbaum gegenüber der Herberge hängen die Glocken der benachbarten Kirche.

Allmählich wird das Gefälle wieder flacher. Birken und Ahornbäume bestimmen das Bild des Aroanios Tals. Weiter unten übernehmen Distelgewächse die Regie. Des Mittags erreichen wir Psophis.

Auf den kommenden vierzehn Kilometern müssen wir weitere 300 Höhenmeter überwinden. Anstiege wechseln mit flachen Passagen und kurzen Abfahrten, sodass wir die Regenjacken mehrfach an- und wieder ausziehen. Bei einem dieser Stopps beobachten wir eine Herde Ziegen, die im ausgetrockneten Gras neben der Straße nach Fressbarem sucht.

Nach dem Abzweig ins Oros Foloi ändert die Landschaft erneut ihr Gesicht. Viehzucht und Ackerbau bestimmen das Bild. Dazwischen immer wieder Edelkastanienbäume. Der Blick zurück ins Erymanthos Gebirge ist schaurig schön. Dunkle, grau blaue Wolken hängen tief in den Tälern. Bis Lalas steigt die Straße in kleinen Wellen wieder leicht an. Noch immer bewegen wir uns auf über 700 m Höhe. Auf der Abfahrt hinunter nach Olympia bietet sich ein toller Blick in ein terrassiertes grünes Tal. Einige Serpentinen sorgen für Fahrspaß. Wenige Kilometer vor Miraka sind die ersten Spuren der verheerenden Waldbrände im Herbst 2007 zu sehen.

In Olympia schlagen wir auf dem Campingplatz Diana unser Zelt auf. Den Rest des Tages verbringen wir im Museum. Die Figuren sind unglaublich fein gearbeitet - und über 2500 Jahre alt. Die Handwerkskunst beeindruckt uns sehr.

   

Olympia - Andritsena, 59 km, 1250 Hm

In grichenlands Bergen ticken die Uhren langsamer

Es ist trocken und der Himmel blau.

Gestern war auf dem Gelände des antiken Olympia kaum was los. Heute morgen bevölkern die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes das weitläufige Gelände. Von den meisten Bauten sind kaum mehr als die Grundmauern erhalten. Zusammen mit dem im Museum erworbenen Wissen ergibt sich trotzdem ein vager Eindruck vom Ausmaß der Imposanten antiken Stätte. Am Eingang steht der 62-jährige Janik aus Polen Pfeife rauchend neben seinem Rad. Auch er radelt um den Peloponnes.

Über Flokas führt unser Weg durch das fruchtbare Tal des Alphios Flusses nach Krestena, wo wir Mittag machen. Als man uns auch nach längerem Warten im Café keine Beachtung schenkt, verzichten wir etwas irritiert auf unseren Mittagskaffee.

Auf der ruhigen Straße geht es nun stetig bergauf. Gewürzt mit mehreren, teils längeren Abfahrten klettern wir auf den kommenden 40 Kilometern wieder auf fast 800 m hoch. Die Spuren der Waldbrände sind überall präsent. Im Nordosten ballen sich dunkle Wolken zusammen. In Richtung Südosten, wo wir hinfahren, sieht es zum Glück besser aus. Der Wind schiebt tendenziell und die Temperatur ist mit rund 25 °C angenehm zum Radfahren. Wir treffen zwei Radfahrer aus den USA.

Der Ort Andritsena wirkt wie ausgestorben. Das Hotel Apollon hat noch auf. Vor der Taverne sitzen einige alte Männer. Auch der Lebensmittelladen und der Gemüsehändler haben geöffnet. Was aber nicht automatisch bedeutet, das auch jemand im Laden ist. Rund 10 Minuten nachdem ein Nachbar den Gemüsehändler anrief, taucht er in seine Laden auf. Wir fürchten fast, wir haben ihn aus einer wichtigen Diskussion mit seinen Freunden gerissen.

Andritsena - Kyparissia, 72 km, 1050 Hm

Tempel und Wasserfall in einsamer Bergweld

Von Beginn an geht es kräftig bergauf. In der Sonne ist es angenehme 19 °C warm. Der Blick über die herrliche Berglandschaft ist spitze. Nach 12 Kilometern ist der höchste Punkt auf rund 1150 m Höhe erreicht.

Der Tempel von Vasse ist durch ein gewaltiges Zelt gegen die Zerstörung durch Witterungseinflüsse geschützt. Die Einwohner von Figalia erbauten ihn 420 v. Chr. zu Ehren des Gottes Epikureios, nachdem sie von der Pest verschont geblieben waren. Das Zelt mag notwendig sein, raubt dem Tempel aber auch ein erhebliches Stück seines Reizes, der von seiner abgeschiedenen Lage im Lykeon-Gebierge ausgeht.

Es folgt ein kurvenreiche Abfahrt. In Perivolia biegen wir links Richtung Figalia ab. Es geht steil bergab. In Figalia ist die Straße mit Natursteinen gepflastert. Die Abfahrt ist verdammt steil, zwischen den Kehren liegen teilweise nur 50 m. Der tiefste Punkt ist bei 300 m Höhe erreicht - 850 m unter dem Pass. An der Brücke über den Neda-Fluß machen wir erst mal Mittagspause.

Jetzt beginnt der anstrengende Teil. Auf den nächsten 3,5 Kilometern gewinnen wir 340 m an Höhe. Wir erhaschen einige Blicke in die Schlucht. In der nahezu senkrechten Felswand, stürzt ein Wasserfall in die Tiefe. Von Figalia aus soll es einen Weg zu ihm geben, Schilder haben wir aber keine gesehen.

Heuschrecken, Gottesanbeterinnen und keine Eidechsen sonnen sich auf der Straße. Es ist absolut ruhig, außer einigen Vögeln oder mal einer Schafglocke ist nichts zu hören. Es duftet nach Zypressen. Die Landschaft und die Fernsicht bis hin zum Meer sind toll. Selbstverständlich sind in dieser Abgeschiedenheit alle Wegweiser nur in griechisch.

Es folgt ein lange Abfahrt hinunter zum Meer. In Kalo Neo erreichen wir die Küstenstraße. An den Verkehr müssen wir uns erst wieder gewöhnen.

Der Campingplatz von Kyparissia liegt direkt am Meer. Wir lassen es uns nicht nehmen ein kurzes Bad zu nehmen. Unser Zelt steht unmittelbar am Strand. Jörg hat einen Tisch und zwei Stühle besorgt. So können wir unsere Nudeln gemütlich mit Meerblick zubereiten. Eine Herde Schafe zieht über den Strand.

     

Kyparissia - Gialova, 68 km, 600 Hm

Homers “sandiges Pylos” ist richtig schön

Bis Filiatra folgen wir der Hautstraße 9, der Verkehr ist nicht sonderlich wild. Über weite Strecken gibt es einen Seitenstreifen. Es scheint die Sonne und der Wind kommt aus den Bergen im Osten. Es ist angenehme 25 °C warm.

Burg von Predjama

Auf Nebenstraßen geht es weiter nach Marathopoli. Das Bild wird bestimmt von Olivenhainen, Gewächshäusern, Auberginenfeldern und allerlei anderen Obst- und Gemüsekulturen. Das Meer ist meist einige hundert Meter weit entfernt und nur selten zu sehen. Eine Ausnahme ist der schöne Strand nahe des Ortes Langouvardos.

Bisher waren keine Steigungen zu bewältigen. Von Marathopoli über Gargaliani und Floka nach Pyrgos steigt die Straße von 0 auf 400 m Höhe an. Der Blick auf die Berge und die Küstenebene sind schön, aber nicht überwältigend. In Pyrgos versammeln sich fünf Cafés um einen kleinen Platz an einer scharfen Kurve. In der Mitte des Platzes steht ein großer Baum, der mit einer kleinen Mauer eingefasst ist. Der ideale Platz für unsere Mittagspause.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir den Palast des Nestor. Vom 3300 Jahre alten Palast sind die Grundmauern noch deutlich zu erkennen. Ein Dach schützt die 60 x 60 m große antike Stätte. Für historische Laien wie uns ist die Bedeutung des mykenischen Palast nur schwer greifbar.

Die Gialova-Lagune ist einer der besten Orte auf dem Peloponnes um Vögel zu beobachten. Zu Fuß erklimmen wir den zerklüfteten Koryphasion Felsen, um Paleokastro, eine fränkische Akropolis aus dem 13. Jahrhundert, zu besichtigen. Die erstaunlich große Burganlage ist leider recht verfallen und das Betreten wegen Einsturzgefahr verboten. Von ober eröffnet sich ein schöner Blick auf die Voidokilia-Bucht. Diese hufeisenförmige Bucht mit einem traumhaften Sandstrand war wahrscheinlich Homers “sandiges Pylos”. Mit Sicherheit ist sie unser nächstes Ziel. Schade, dass die Sonne nicht mehr scheint. Vom Bad lassen wir uns trotzdem nicht abhalten.

Der Campingplatz Erodios ist groß, sauber und ist allen Annehmlichkeiten ausgestattet.

Gialova - Koroni, 53 km, 840 Hm

Der Himmel leert sich aus

In der Nacht hat es heftig gewittert. Des Morgens braut sich im Norden bereits wieder was zusammen.

Nach Pilos sind es gerade mal 8 Kilometer. Mit einer bedrohlichen Regenfront im Nacken wird es aber zu einem Wettrennen. Als wir in die Stadt rollen bricht der Regen los. Wir flüchten uns in die schicke Launch Bar. Draußen steht die Straße unter Wasser, es schüttet wie aus Eimern. Nach einer Stunde lichten sich die Wolken allmählich, der Spuk scheint vorbei zu sein. Wenig später leert sich der Himmel ein zweites Mal aus. Wir flüchten in ein anderes Café. Um uns herum wird kräftig geraucht. Erst des Mittags lässt der Regen erneut nach. Wir schlendern ein wenig durch die Gassen der 2000 Einwohner zählenden Stadt.

Am frühen Nachmittag hat sich die Wetterlage soweit gebessert, dass wir uns entschließen nach Methoni zu fahren. Als wir keine Stunde später in Methoni ankommen scheint, wie zur Belohnung, sogar wieder die Sonne. Die Hauptattraktion des hübschen Badeortes ist die trutzige venezianische Festung. Wir besichtigen das ausgedehnte Kastell und den achteckigen Turm Bourtzi.

Nachmittags wird es wieder richtig warm. Bei 28 °C und gefühlten 100 % Luftfeuchtigkeit kommen wir dann auch gleich wieder ordentlich ins Schwitzen. Wir erhaschen einige schöne Ausblicke auf die Küste. Nach Firikounda geht es mal wieder für sieben Kilometer einen Berg hoch. Die Abfahrt führt durch ein nettes bewaldetes Tal.

In Vasilitsi trauen wir unseren Augen nicht. Die Straße, die aus diesem kleinen Nest nach Koroni führt ist ausgebaut, als müsste sie den Verkehr es Kölner Rings verkraften. Wir wissen echt nicht, ob wir lachen oder weinen sollen.

Noch ein Hügel und wir rollen nach Koroni rein, wo wir im Hotel Diana unterkommen. Im Hafen des 1700 Einwohner zählenden Ortes liegen einige Fischerboote. Oberhalb der Altstadt liegt die alte Festung mit dem Nonnenkloster Timios Prodromos.

   

Koroni - Stoupa, 99 km, 1000 Hm

Die äußere Mani: Kakteen und Strand

Die ersten Kilometer wird das Bild von Olivenhainen bestimmt. Schon bald aber reihen sich Ferienhäuser und kleine Hotels in lockerer Folge aneinander. Ein Ort ohne Mittelpunkt, ohne Anfang, ohne Ende. Sonderlich reizvoll finden wir das nicht. So fahren wir zügig bis Petalidi. Die Bäckerei des netten, kleinen Hafenortes gibt es schon seit 1889.

Steile Abfahrt von Zlobir nach Hreljin

Der Verkehr nimmt deutlich zu, als wir auf die Hauptstraße 82 einbiegen. Kalamata ist mit rund 50.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt auf dem Pelopones. Auf der Straße von Messini nach Kalamata ist viel Verkehr. In Kalamata folgen wir den Schildern Richtung Hafen. So sind wir Ruck Zuck an der Strandpromenade East-Beach. Mit Blick aufs Meer radeln wir gemütlich weiter.

Es geht wieder nach Süden. Im Osten ragt das Taygetos Gebirge mit seinen grün bewaldeten Hängen und bis zu 2.400 m hohen Gipfeln auf. Schon bald steigt auch die Straße wieder an. Der Verkehr bleibt uns noch eine ganze Weile erhalten. Wir schwitzen bei bis zu 30 °C und strahlend blauem Himmel. Am Straßenrand wachsen Kakteen. Es bieten sich immer wieder tolle Ausblicke auf den Messenischen Golf, zurück nach Kalamata und auf die Lykodimo Berge auf der anderen Seite des Golfs. Nach gut sechs Kilometern ist der erste Anstieg geschafft.

Am Nachmittag legen wir im Dorf Kambos eine längere Pause ein. Die Landschaft scheint mit jedem Kilometer schöner und dramatischer zu werden. Vom höchsten Punkt auf rund 430 m fällt die Straße zur Küste hin Richtung Kardamyli ab. Wir sind wirklich begeistert von der tollen Landschaft. Auf dem Campingplatz in Stoupa ist nicht viel los.

Den Rest des Tages verbringen wir am Strand. Es ist warm genug für einen Sprung ins Wasser. Wegen des kräftigen Windes bleiben wir aber in Strandnähe.

         

Stoupa - Porto Kagio, 85 km, 1210 Hm

Die innere Mani: Felsen und Wehrdörfer

Die ersten sechs Kilometer verlaufen flach, es ist sonnig und angenehme 24 °C warm. Am Himmel zeigen sich hier und da leichte Schleierwolken. Auf der Straße ist kaum Verkehr.

Beim erste längere Anstieg des Tages nach Langada - acht Kilometer und vierhundert Höhenmeter - wollen die Beine noch nicht so recht. Daran ändern auch die schönen Ausblicke auf das Taygetos Gebirge in Osten nichts. Die Landschaft wird zunehmend karger. Wir gewöhnen uns an den Anblick von Kakteen. In Langada trinken wir einen griechischen Kaffee. Zwei große Hunde liegen unter dem Nachbartisch. Dabei fällt uns auf, dass wir schon lange keine wilden Hunde mehr gesehen haben.

Die Hänge der Berge sind jetzt nur noch spärlich mit weitgehend ausgedörrter Vegetation bedeckt. Einige Olivenhaine und Zypressen setzen sich als grüne Farbtupfer ab. Noch ein paar Wellen und dann geht es bergab zur Limeni Bucht. Die schnelle Abfahrt macht richtig Laune.

Auf der anderen Seite geht es direkt wieder bergauf. Mittlerweile ist es gut warm und wir kommen ordentlich in Schwitzen. Des Mittags erreichen wir Areopoli. Wir machen es uns auf einer Bank auf dem zentralen Platz gemütlich. Neben uns wir fleißig mit dem Presslufthammer an einem Haus gearbeitet. Überhaupt scheint das Baugewerbe zu florieren - überall schießen Häuser wie Pilze aus dem Boden.

Von hier an geht es weitgehend eben weiter. Auf die innere Mani haben wir uns sehr gefreut. Leider ist die Landschaft nicht so wild und einsam wie wir sie uns vorgestellt haben. Verstreut liegende Häuser berauben die karge, steinige Landschaft ein gutes Stück ihres Reizes. Die Steine sind immer wieder zu kleinen Mauern aufgeschichtet, um wenigstens ein wenig Weidefläche oder Platz für ein paar Olivenhaine zu schaffen. Richtig interessant wird es erst kurz vor Vathia, dem Vorzeige-Wehrdorf. Dann scheint auch die Landschaft das Versäumte wett machen zu wollen. Riesige schroffe Felsen beiderseits der Straße bilden eine wilde Kulisse.

Vor Porto Kagio ist ein letzter respektabler Anstieg zu überwinden. Die letzten Kilometer der Abfahrt sind steil und holperig. Im einzigen Hotel des winzigen Ortes bekommen wir ein tolles Zimmer. Es ist im Stiel der alten Mani Häuser aus Bruchsteinen gebaut.

Wissenswertes: Die raue, wilde Landschaft der Mani zog von alters her ebenso raue und unbeugsame Menschen an. Die Bewohner wehrten sich nicht nur erfolgreich gegen jegliche Eroberungsversuche, sie fochten auch untereinander blutige Fehden aus. Wehrhafte, viereckige Wohntürme aus grauen Bruchsteinen dienten ab dem 17. Jahrhundert als Fluchtburgen während der mörderischen Clanfehden.

       

Porto Kagio - Gythio, 75 km, 1340 Hm

Die östliche Mani: Regen und Wind

Des Morgens ist es windig und feucht. Noch bevor wir starten geht ein erster kräftiger Regenguss runter.

Zum “Aufwärmen” geht es den bestimmt 10 % steilen Berg wieder rauf, über den wir gestern gekommen sind. Der Wind kommt steif von Norden, also von vorn. Es nieselt. Nach dem Abzweig auf die Ostuferstraße geht es gleich weiter mit 10 % die Wand hoch. Der Regen wird wieder stärker. So soll es heute den ganzen Tag gehen: 15 °C, Regen, Wind von vorn und steile Anstiege. Da ist es nicht leicht auch noch Muße für die wunderschöne, wilde und schroffe Landschaft zu finden. In Lagia, auf 400 m Höhe, sind wir komplett durchgefroren und nass. In einem Café wärmen wir uns auf. Betrieben wird es von einer ziemlich alten Frau und einem ebenso runzligen Mann. An den Wänden hängen allerlei Fotos von ihnen. Sie scheinen geradezu stolz auf ihre faltigen Gesichter zu sein.

Auf der Abfahrt nach Kokkala wird es gleich wieder richtig frisch. Die Landschaft ist wild und schroff, die Dörfer wirken ursprünglich.

In Kokkala - wir sind noch keine 20 Kilometer gefahren - wärmen wir uns erneut auf, diesmal in der Taverne. Eine gute Gelegenheit sich auch gleich etwas zu stärken und einen weiteren kräftigen Regenguss auszusitzen. Als wir weiterfahren regnet es nur noch leicht, der nächste kräftige Regen lässt aber nicht lange auf sich warten.

Es sind keine hohen Berge zu überwinden, die vielen Hügel kosten mit der Zeit aber auch Kraft. Der Ort Kotronas wirkt recht ausgestorben. Das Formel1 Rennen scheint alle an den Fernseher zu fesseln. Auch die Strecke um die Bucht ist sehr reizvoll. Die grünen Hänge fallen im 45° Winkel zum Meer hin ab.

Kamares und Ageranos scheinen bereits in den Winterschlaf gefallen zu sein. Die Pools sind leer und die Liegen in die Zimmer geräumt. Unser Tag endet in Githia. Im Xenia bekommen wir für 30 ? ein sauberes Zimmer mit Blick auf die Bucht, eine heiße Dusche und eine Küche in der wir uns selbst versorgen können. Katzen sind integraler Bestandteil der Herberge.

An der Hafenpromenade reihen sich Restaurants, Hotels und Bars aneinander.